Mein Padi Open Water Diver –  ein unbeschreibliches Gefühl dort unten in der Tiefe umgeben von Fischen atmen zu können

Ich habe mich endlich dazu entschlossen meinen Tauchschein zu machen und zwar in Malaysia.

Nach längerer Recherche im Internet hab ich mich für die B&J Tauchschule auf der Insel Tioman entschieden.

Mir war es sehr wichtig, dass es eine Padi zertifizierte und 5 Sterne Tauchschule ist und wo es auch möglich ist den Tauchschein auf Deutsch zu machen.
Auch wenn ich ihn letztendlich doch in Englisch gemacht hab, was aber am Ende vielleicht doch die bessere Wahl war. Da ich nun die englischen Fachbegriffe kenne und es bei anderen Tauchgängen in anderen Tauchschulen, schon vom Vorteil ist zu wissen worüber die reden und nicht darüber nachdenken zu müssen wie das Material oder bestimmt Fachbegriffe im Englischen heißen, oder nicht zu wissen was sie meinen da ich den englischen Fachbegriff nicht kenne.

Ihr solltet bei eurer Auswahl der Tauchschule nicht nur auf die Padi Zertifizierung  achten,  sondern auch auf die Größe der Tauchgruppe. Denn wenn zu viele mit euch im Kurs sind, wird es für den Tauchlehrer schwer individuell auf euch einzugehen.

Aber fangen wir mal ganz vorne an:

Anmeldung zum Tauchschein

Die Anmeldung zum Tauchschein ist ziemlich easy. Ihr könnt entweder online buchen, und leistet eine kleine Anzahlung oder direkt vor Ort in der Tauchschule. Oft starten täglich neue Kurse, die meisten auf Englisch aber ihr könnt dort auch euren Schein auf Deutsch machen.

Die Kosten für den Tauchschein findet ihr online unter divetioman.com/de/rates-packages/

Für den Schein müsst ihr mindestens 4 Tage einplanen, am besten sind 5 Tage mit 4 Übernachtungen.  Der Ablauf eures Kurses könnte  folgender Maßen aussehen.

Die Unterkunft

Wir wohnten direkt im Tioman Dive Resort und hatten dort ein Doppelzimmer. Die Zimmer sind modern eingerichtet, sehr sauber und groß. Zudem bietet die Zimmeraustattung mit Klimaanlage, Kühlschrank und TV jeden Luxus den man braucht. Auf dem Flur steht euch auch noch ein Wasserspender mit kaltem und heißem Wasser zu Verfügung.

 

Der Kurs – doch erst Theorie und dann das Vergnügen

Der Kurs ging bei uns direkt nur wenige Stunden nach unserer Ankunft auf Tioman los. Unser Tauchlehrer hieß Jason und kommt aus Kanada, zu dem hatten wir noch einen zweiten Instruktor dabei, nämlich Peter aus Südafrika der gerade dabei ist seinen Schein zum Tauchlehrer zu machen. Gut für uns, so hatten wir 3 Mädels direkt 2 Instruktor die wir mit Fragen bombardieren können.

Bevor wir überhaupt mit allen beginnen können, geht’s erstmal an den Papierkram, ein paar Seiten mit Fragen über Krankheiten, Platzangst oder Ähnliches müssen beantwortet werden. Zudem muss ein Vertrag unterzeichnet werden, dass man die Tauchschule bei einem Unfall von jeglichen rechtlichen Folgen befreit.

Nun aber auf, es geht los mit dem theoretischen Teil.
Man schaut sich mehrere Filme an und beantwortet dann dazu Fragen in seinem Lehrbuch. Nach jedem Kapitel gibt es dann einen kleinen Test, ob man auch wirklich alles verstanden hat. Der Test besteht aus Multiple Choice Aufgaben, ich bekomm fürs bessere Verständnis die Theoriefragen in Deutsch und Englisch.  Der Nachmittag ist ziemlich Videolastig, aber am nächsten Tag soll es dann endlich in den Pool gehen.

Erstes Rumgetauche im Pool

Am zweiten Tag geht’s dann morgens um 9 Uhr, auch endlich los mit der Praxis. Theoretisch ist uns ja nun einiges klar, wir kennen die Handzeichen, wissen wie das Equipment aussieht und sind uns den Gefahren des zu schnellen Auftauchens bewusst. Doch wie sich der Körper wirklich Unterwasser verhält, testen wir nun im Pool.

Zuerst wird erstmal das Equipment verteilt, was aus Neoprenanzug, BCD (Tauchjacke), Tauchmaske, Flossen und Bleigürtel besteht.

Dann geht’s ab in den Pool!

Am ersten Tag lernt man vor allem wie man Ab- und Auftaucht, wie man unter Wasser die Maske durch Ausatmen mit der Nase wieder klarmacht und jede Menge Notfallsituationen.

Wir verbringen den kompletten Vormittag im Pool und gegen Mittag fühle ich schon, dass meine Haut so schrumpelig wie die einer Oma ist

Doch ich bin so angefixt, dass ich mich nur noch Frage wann geht’s endlich ins Meer. Leider steht für den Nachmittag wieder Theorie an und wir schauen uns weitere Videos an und beantworten Fragen.

Der erste Tauchgang im offenem Meer

Eigentlich ist schon der Weg ins Meer aufregend, das erste Mal geht’s ab in die Tiefe. Für uns geht’s nicht mit dem Boot aufs offene Meer sondern wir laufen vom Strand aus ins Meer und schwimmen raus.

Für den Padi Open Water Diver benötigt ihr 4 erfolgreiche Tauchgänge, bei den ersten drei Tauchgängen werden immer wieder Übungen geprobt und vorgeführt, die man vorher bereits im Pool gelernt hat. Der letzte Tauchgang ist dann eigentlich reines Vergnügen und zum Entdecken der bunten Unterwasserwelt da.

Doch zurück zum Anfang, das erste Mal tauchen im Meer.
Es ist ein Wahnsinns Gefühl, die ganzen kleinen Probleme mit dem Druckausgleich, die Angst die Luft anzuhalten obwohl man es nicht sollte oder die komischen Atemgeräusche sind plötzlich wie weggeblasen.

Denn plötzlich schwimmst du so weit unten an bunten Korralen vorbei, siehst  die verschiedensten Fischarten und wenn du ganz viel Glück hast, sogar eine Schildkröte.  Es ist ein unbeschreibliches Gefühl dort unten, man fühlt sich einfach frei und glücklich.

Nach diesem überwältigten Gefühl, macht es mir nix aus das es am Nachmittag leider weiter mit der Theorie geht. Denn mir ist bewusst, morgen geht’s wieder ins Meer.

Nach erfolgreichen Absolvierung unserer Theoretischen Prüfung und allen Übungen die wir Unterwasser bewältigten mussten, steht am letzten Tag auch endlich unser Fun Dive an.

Ich glaub ich werde süchtig, süchtig nach dieser atemberaubenden Unterwasserwelt da draußen.  Tauchen ist auf jeden Fall was für die Seele, man fühlt sich dort unten einfach so leicht, frei und glücklich. Ich kann es jeden nur empfehlen mal auszuprobieren.

Fazit

Mein Fazit von 4 Tagen Theorie und Praktischen Übungen, die mich manchmal auch  zum Verzweifeln gebracht haben ist mehr als nur POSITIV.
Ich kann es jedem nur empfehlen diese Erfahrung zu machen. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl dort unten, im türkisfarbenen Wasser umgeben von bunten Fischen atmen zu können.
Meine Tauchschule kann ich euch auch nur weiter empfehlen, sie ist super organisiert, das Equipment ist neu und sauber und ihr könnt deutschen Standard erwarten

Zudem war unser Instruktor einfach nur cool drauf,  er ist auf all unsere Fragen und Bedenken eingegangen und hat uns alles sehr verständlich und mit viel Zeit beigebracht.

Dickes Dankeschön an dieser Stelle noch mal an dich, Jason.

Für mich steht jetzt auf jeden Fall fest, dass ich auch meinen Advanced Open Water Diver machen möchte um noch tiefer tauchen zu dürfen.
Und da es mir in der B&J Tauchschule so gut gefallen hat, komme ich dafür wohl wieder.

 

Noch ein paar Anfänger-Tauchtipps bevor du das erste Mal tauchen gehst:

  • Kenne deine Grenzen. Wenn du merkst, das du Panik bekommst (oder bekommen könntest), signalisiere das deinem Buddy oder Tauchlehrer,  und tauche der Tiefe entsprechend sicher auf.
  • Such dir einen Tauchbuddy, dem du vertraust und der dir Sicherheit gibt.
  • Atmen nicht vergessen. Niemals.
  • Regelmäßiger Druckausgleich ist super, super wichtig. Wenn’s nicht klappt, tauch langsam ein kleines Stückchen auf, gleiche aus, und tauche langsam tiefer.
  • Checke regelmäßig deinen verbleibenden Sauerstoff und versuche ein Gefühl für deinen Verbrauch zu entwickeln.
  • Halte Abstand zu den Meerestieren. Du bist da nur zu Besuch.
  • Hab Spaß und genieß den Tauchgang!

Comments are closed.